Noch bevor die Sonne aufgeht, rollen auf Kärntens Straßen bereits die ersten Autos Richtung Arbeit. Vom Lavanttal nach Klagenfurt. Vom Gailtal nach Villach. Viele Berufspendler kennen diese Fahrten längst auswendig – genauso wie den Blick auf die Anzeigetafel an der Tankstelle. Jeder Liter mehr bedeutet für viele auch ein Stück weniger finanziellen Spielraum am Monatsende.
„Die anhaltend hohen Treibstoffpreise werden immer mehr zur Belastung der Bevölkerung – vor allem für Berufspendler und Lehrlinge, die auf ihr Auto angewiesen sind, damit sie überhaupt zur Arbeit kommen können“,
betont Landeshauptmann Daniel Fellner. Gerade in ländlichen Regionen gebe es oft keine Alternative zum eigenen Auto.
„Wir müssen die Menschen, die keine andere Wahl haben, als mit dem Privat-Pkw zu pendeln, unter die Arme greifen. Und genau das werden wir in Kärnten tun“,
kündigt Fellner an.
500.000 Euro
Mit dem neuen „Kärntner Sprit-Bonus“ reagiert das Land nun auf die anhaltende Hochpreisphase an den Zapfsäulen. Insgesamt 500.000 Euro werden für die Sonderaktion bereitgestellt. Anspruchsberechtigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten einmalig 75 Euro Unterstützung. Eingebettet ist die Maßnahme in die bestehende Arbeitnehmerförderung des Landes Kärnten. Abgewickelt wird die Aktion über die Arbeiterkammer Kärnten, die bereits den Fahrkostenzuschuss administriert. AK-Präsident Günther Goach spricht von einer
„raschen und wirksamen Entlastung für Kärntner Arbeitnehmer, da bei der derzeitigen Preisentwicklung jeder Euro zählt“.
Gleichzeitig bedankt er sich bei Landeshauptmann Fellner „für die unkomplizierte Umsetzung der Soforthilfe“.
Gezielte Hilfe
Von der Unterstützung profitieren sollen vor allem Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen sowie Pendlerinnen und Pendler mit langen Arbeitswegen. Voraussetzung ist eine einfache Wegstrecke von mehr als 30 Kilometern zur Arbeit. Bereits im Vorjahr erhielten mehr als 7.800 Berufspendler, Lehrlinge und Abendschüler den Fahrkostenzuschuss des Landes. Für Fellner ist die neue Maßnahme auch eine Frage der Gerechtigkeit.
„Der ‚Kärntner Sprit-Bonus‘ ist eine zielgenaue Unterstützung. Er kommt bei den Menschen an, denen jeder Cent mehr an der Zapfsäule Sorgen bereitet“,
sagt der Landeshauptmann. Besonders scharf kritisiert er dabei die Gewinne großer Mineralölkonzerne:
„Es ist grotesk: Die Mineralölkonzerne schaufeln Gewinne wie nie zuvor und die Pendler kommen zum Handkuss.“
Anträge für den „Kärntner Sprit-Bonus“ können ab 1. Juni gestellt werden.
Alle Informationen, Formulare und Kontaktmöglichkeiten stehen auf der Plattform